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HumanTouchMagazin 2010|04

Geschrieben von: Stephanie Brandenburg

Tod und Sterben im Tibetischen Buddhismus

Vortragsreihe in Stuttgart mit Lopon Ugyen Rinpoche am 08.|09.|10. November 2010

Da es im Tibetischen Buddhismus als hilfreich erachtet wird, sich zeitlebens  mit der Tatsache der eigenen Sterblichkeit auseinander zu setzen, befasst sich ein Großteil der Buddhistischen Lehren mit dem Tode. Lopon Ugyen Rinpoche wird an drei Abenden darüber sprechen, warum ein bewusster Umgang mit der eigenen Sterblichkeit uns nicht etwa daran hindern muss, ein unbeschwertes und glückliches Leben zu führen, sondern zu unserer Fähigkeit beiträgt, uns erst des gesamten Potenzials unserer Existenz vollkommen bewusst zu werden und es zutiefst auszuschöpfen, zu unserem eigenen Nutzen und zur Bereicherung unserer gesamten Umgebung.

Rinpoche wird zeigen, welche Folgen die akzeptierende Haltung des Tibetischen Buddhismus dem Tod gegenüber sowohl für den Sterbenden selbst als auch für seine Angehörigen hat. Besonders wird er auch darauf eingehen, wie wir in der Situation des Sterbens und der Sterbevorbereitung eine positive Geistesverfassung bewahren können, die sich hilfreich und inspirierend für alle Beteiligten auswirken kann.

Rinpoche wird auch den Vorgang des Sterbens selbst erklären und darüber sprechen, wie der Sterbende im Tibetischen Buddhismus meditierend mit den Erfahrungen umgeht, die vor, während und nach dem Sterben auftreten. So können erfahrene Praktizierende im Sterben ihre Verwirklichung zeigen und dabei zur Inspiration für die Lebenden werden.

Vortragsreihe Tod und Sterben im Tibetischen Buddhismus

Ort: Generationenhaus Heslach der R.u.H. Schmid Stiftung

Gebrüder-Schmid-Weg 13
70199 Stuttgart

Datum: 08./09./10.Nov. 2010
Beginn: 18.30 Uhr
Eintritt: je 15 € (Abendkasse)

Kontakt, Infos, Anmeldung

Werner und Birgit Präsang
Tel: +49 (0) 7146 - 43975
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Um Voranmeldung wird gebeten!

Biographie

Lopon Ugyen Rinpoche ist ein Lama der Nyingma-Schule des Tibetischen Buddhismus und Halter einer Linie, die über vierundzwanzig Generationen bis zu ihren Ursprüngen bei Padmasambhava zurückverfolgt werden kann. Seine Wurzellamas sind Khetsun Sangpo Rinpoche, S.E. Taklung Tsetrul Rinpoche und Trulshik Rinpoche.

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Geboren und aufgewachsen ist Lopon Ugyen Rinpoche in der nicht-klösterlichen Ngakpa- Tradition des Tibetischen Buddhismus. Als versierter Gelehrter, Übersetzer, Lehrer und Praktizierender hat er sowohl einen Universitätsabschluss in Medizin als auch den Rabjampa-Grad  (Dr. Phil.) einer buddhistischen Kloster-Universität, deren strenges traditionelles Training nach einer neunjährigen akademischen Ausbildung in einer dreijährigen Meditationsklausur kulminiert.

Nach Abschluss seiner Ausbildung hat sich Rinpoche wiederholt zu weiteren Retreats zurückgezogen. Er lebt im Nyernga- Ngakde- Retreatzentrum in British Columbia, Kanada, und er betreut Schüler in vielen Teilen der Welt. Auf dem Hintergrund seiner speziellen Ausbildung, die östliche und westliche Herangehensweise verbindet, hilft Rinpoche den Menschen im Westen, die tiefgründigen Lehren des Tibetischen Buddhismus zu verstehen und ihre Essenz im hiesigen kulturellen Kontext zu praktizieren.

Rinpoche gibt klare Erklärungen zur Anwendung spiritueller Praktiken in einer  materiell orientierten Welt sowie praktische Einführungen in einfache Entspannungs-Meditationen, die die Qualität des täglichen Lebens verbessern. Er kann aber auch die Fähigkeiten seiner Schüler bis hin zu den Praktiken des Yogatantra und den begleitenden Belehrungen auf höchstem philosophischem Niveau zur Entfaltung bringen, so dass schließlich tiefe geistige Offenheit und Konzentration entsteht und die reinen Energien des Körpers zu fließen beginnen. So kann dieser Weg über die anfängliche Ausgeglichenheit und Entspannung hinaus zu letztendlicher Befreiung führen.