Geschrieben von: Wilfried Pfeffer
Tibet gestern – heute – morgen

Zum Jubiläumsjahr hat der Tibet Förderkreis eine informative Tibetausstellung erarbeitet zu 20 Themen, dargestellt mit 30 Textbannern und über 60 Fotos. Diese Ausstellung kann kostenfrei zur Präsentation in verschiedenen Städten ausgeliehen werden. Interessenten melden sich bitte über Tel. 0 761 - 668 14 oder per E-Mail. Der Ausstellung liegt auch ein persönliches Grußwort des 14. Dalai Lama bei.
Hier ein kleiner Ausschnitt der 20 Themen:
• Buddhismus
• Karma
• Wiedergeburt
• Buddhismus – Wissenschaft – Psychologie
• Was hat Tibet mit uns zu tun?
Auszüge der Themen:
BUDDHISMUS
Die Lehre in einem Satz: Vermeide das Schlechte, tue das Gute und reinige den Geist.
KARMA
Karma beschreibt das Gesetz von Ursache und Wirkung. Alles was uns im Leben widerfährt, ist Produkt unseres eigenen Denkens, Fühlens und Handelns. Es wird als geistiger Imprint in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Unser Unterbewusstsein protokolliert diese unsere Wahrnehmungen und Handlungen wie eine Datenbank, auf einer wissenschaftlich noch nicht nachweisbaren ‚Matrix’. So sind in uns positive und negative Daten (Karmapotentiale) gespeichert auf noch nicht erwiesener Protonenoder Lichtschrift, im Abendland als Seelenlicht beschrieben. Karmische Potentiale sind nichts statisches, sondern werden in jedem Moment eines Lebens entsprechend unseres Verhaltens/ Denkens/ Fühlens modifiziert. Im Tod verlässt das Seelenlicht oder Karma unseren Körper und inkarniert in jenem Moment wieder, wenn Samen- und Eizelle im
Mutterleib verschmelzen und die elterlichen Erbanlagen des empfangenen Wesens neu gemischt werden. Hier sagt unsere Wissenschaft: die Genetik wäre ein Prozess des Zufalls. Im Buddhismus wird das Karmagesetz von Ursache und Wirkung angewandt. Demnach fließen in den Genpool all unsere gespeicherten Handlungen, Erlebnisse, Gefühle und Gedanken aus früheren Leben ein.
WIEDERGEBURT
Ziel des Lebens im Buddhismus ist die Ausrichtung unseres Bewusstseins auf die Entwicklung von der Erkenntnis der Wahrheit, wie alles in der Welt mit allem vernetzt ist. Solange wir diese Wahrheit im Leben nicht konsequent anwenden, solange wird jeder mit Wiedergeburten konfrontiert und
geprüft werden, bis ‚Mensch’ sein Verhalten zum ‚Positiven für die Weltvernetzung’ verändert. Bei diesen Wiedergeburten wechseln wir auch die Geschlechter, denn nicht alle Lebenserfahrungen, Fehler und Erkenntnisse können nur aus einem Geschlecht erfahren werden. Ebenso wechseln
wir öfters die Kulturräume, Länder und Kontinente von einer Inkarnation zur nächsten, damit unser Geist mehr Einblick und Toleranz lernt. Und da unser Gehirn aufgrund innerer Trägheit sehr langsam lernt, benötigen wir alle sehr viele Wiedergeburten, um das Ziel von Gewaltvermeidung,
Weisheit, Geduld etc. täglich besser umzusetzen und dies zu leben.
Buddhismus – Wissenschaft –Psychologie
Buddhismus kann mehr Psychotherapie sein als nur Religion. Das Verhaltens- und Motivationssystem unseres Gehirns ist auf soziale Bindungen ausgerichtet, nicht auf Ausgrenzung und Gewalt. Die moderne Hirnforschung belegt dies seit wenigen Jahren (u.a. Prof. Singer, Prof. Bauer, u.a.)
anhand der Spiegelneurone. Empathie und Spiegelneurone – die biologische Basis des Mitgefühls. Aggression ist ein Verhaltenselement der Abschreckung. Wenn es weiterführt in die aggressive Tötung, so ist dies pathologisch. Deshalb gibt es nicht den Aggressions- oder Tötungstrieb, wie es S. Freud lange postulierte. Schon Charles Darwin sprach von dem wachsenden Evolutionsfaktor: Empathie. Unsere moderne, schnelllebige Welt konditioniert uns mit zu viel Negativitäten. Zentrales Lernziel im Buddhismus ist: positive Bewusstseinshaltungen zu kultivieren. Vermeide das Festhalten an destruktiven Gefühlen wie Neid, Ungeduld, Gier Ärger, Hass etc. Schnelles Versöhnen anstatt, langes Streiten. Aktives Mitgefühl zu allen fühlenden Wesen, auch zu Tieren, zu entwickeln.
Was hat Tibet mit uns zu tun ?
Die Tibeter leisten eine geistige „Meisterprüfung“ in der Praxis von Gewaltvermeidung. Egozenztrik und Gier ist nicht unser primäres menschliches Potential. Unser Bewusstsein ist auf Empathie und soziale Evolution angelegt. EINE BOTSCHAFT für den Westen und Osten: Der Wiedergeburtsgedanke beinhaltet eine ethische Logik.








