Geschrieben von: Hebamme Karola Weber
Wochenbett – Zeit des Kennenlernens
Nach Schwangerschaft und Geburt ist das Wochenbett für mich eine ganz besondere Zeit. Es sind die ersten Wochen des Kennenlernens, Verliebens und Zusammenwachsens. Das Warten ist vorbei, das gemeinsame Leben beginnt.Die meisten Frauen, die heute ein Kind bekommen sind finanziell unabhängig und haben ihr Leben im Griff. Ein Neugeborenes fordert sie auf eine ganz neue und ungewohnte Art und Weise. Was tun, wenn es nicht schläft, viel schreit oder das Stillen nicht klappt? Meiner Erfahrung nach ist es deshalb hilfreich, sich schon in der Schwangerschaft zu überlegen was sie sich, neben Geschenken für Ihr Baby, für sich selbst wünschen könnten. Vielleicht könnte die Freundin für Sie einkaufen oder die Schwiegermutter bringt den Kuchen zum Besuch selbst mit und kocht die Nachbarin nicht sowieso immer zuviel und bringt gerne etwas rüber? (Natürlich können auch Gutscheine dieser Art verschenkt werden) Scheuen Sie sich nicht auch diese Geschenke anzunehmen, um so die Zeit mit ihrem Kind entspannter genießen zu können!
Ebenso empfi nden es viele Frauen als erleichternd über ihre Situation, ihre Bedürfnisse und eventuellen Ängste offen sprechen zu können. Zum Beispiel denken Frauen immer wieder, sie müssten möglichst schnell wieder im Alltag funktionieren. Neben Menschen Ihres Vertrauens könnte auch die Hebamme eine Ansprechpartnerin für Sie sein. Die Geburt eines Kindes verändert das Leben einer Frau wie kaum etwas anderes und in vielen Lebensbereichen werden nun neue Prioritäten gesetzt: Eigenbild, Partnerschaft, das Verhältnis zur eigenen Familie…
Lassen Sie sich ein und nutzen Sie das Wochenbett, hören Sie auf ihre innere Stimme, denn Sie und Ihr Kind sind einmalig.
Tipp: Sich stärken…
Universalressourcen für alle Menschen sind: die Achtsamkeit auf den eigenen Atem, das Betrachten von Bäumen und der Blick in den blauen Himmel! Da beim Spazierengehen alle drei Ressourcen für Mutter und Kind vorhanden sind, wird klar, dass selbst unruhige Säuglinge, dadurch einen guten
Ausgleich fi nden und ebenso wie die Mutter leichter bei sich ankommen können.








