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HumanTouchMagazin 2011|01

Geschrieben von: Karola Weber

Wohl oder übel?

Der Test ist positiv!
Vieles wird sich jetzt ändern, Gedanken überschlagen sich.

Wem erzähle ich es zuerst? Was wird sich ändern? Während eine schwangere Frau ihr süßes Geheimnis noch ein paar Wochen für sich behalten möchte, macht sich manches Kind schon deutlich bemerkbar.

Was_heilt

Um die 30% aller Schwangeren klagen über Übelkeit in der Frühschwangerschaft. Dabei ist die Spannbreite der Beschwerden sehr groß. Oft fühlen sich manche Frauen nur etwas „flau“ am Morgen oder wenn sie längere Zeit nichts gegessen haben. Häufig ist jetzt die Sensibilität Gerüchen gegenüber deutlich erhöht. Bei anderen Schwangeren beginnt der Tag mit Erbrechen und die Übelkeit begleitet sie hartnäckig. Wichtig ist dabei zu wissen, dass  es zwar lästig, aber durchaus normal ist. In der Regel verschwinden die Beschwerden um die 14. Schwangerschaftswoche von alleine wieder.

Bis dahin gibt es viele Möglichkeiten sich auf sanfte Art Linderung zu verschaffen: Sehr gute Erfahrungen habe ich mit Akupunktur gemacht. Die Therapie sollte  im akuten Zustand, also wenn die Übelkeit am heftigsten ist täglich durchgeführt werden bis eine Besserung eintritt. Oft ist dies schon nach 3-4 Sitzungen der Fall. Dann ist es ratsam die Behandlungsabstände langsam immer weiter zu vergrößern. Zusätzlich spielt die Ernährung eine große Rolle. Ein Frühstück aus warmem Getreidebrei zum Beispiel.  Schwangere, die bereits mit dem Aufstehen Probleme haben können sich am Abend zuvor eine Thermoskanne mit heißem Wasser (wer mag: mit etwas Ingwer) oder leichtem Kräutertee ans Bett stellen und dies vor dem Aufstehen trinken.  Wem Ingwer  nicht zu scharf ist, kann seine Zunge vor den Mahlzeiten damit abreiben.  Auch sollten Sie, bis die Übelkeit vorbei ist auf gekühlte und kohlensäurehaltige Getränke verzichten.

Natürlich bietet auch die Homöopathie gute Mittel gegen die Übelkeit. Häufige homöopathische Medikamente: Nux Vomica, Ipecacuanha, Cocculus, Sepia, Pulsatilla. Aus der Aromatherapie kommt Hilfe in Form eines Riechfläschchens. Ätherische Öle passen in jede Handtasche und können bei Bedarf schnelle Hilfe leisten. Bei der Auswahl „ihres“ Duftes vertrauen Sie ganz auf ihre Nase. Bewährt haben sich bereits: Bergamotte, Neroli, Mandarine, Pampelmuse, Zitrone und  Pfefferminze (wenn die Schwangere keine homöopathischen Arzneien einnimmt). Wichtig ist bei allen Behandlungen, dass die Therapeutin eine fundierte Ausbildung in der jeweiligen alternativen Sparte hat. Fragen Sie danach.

Morgenmahlzeit: Süße Polenta mit Pfirsich

Zutaten: Polenta, Butter oder Sahne, Gerstenmalz oder Ahornsirup oder Honig, Zimt, Kardamom,  Salz, Zitrone, Rosinen,  Apfel- oder Aprikosensaft, vollreife Pfirsiche oder anderes süße Obst, Nüsse.

Wasser erhitzen, Polenta mit einem Schneebesen einrühren und gar kochen, etwas Butter oder Sahne, Gerstenmalz oder Ahornsirup oder Honig, Zimt, etwas Kardamom, eine kleine Prise Salz, einige Tropfen Zitronensaft dazugeben und alles gut durchrühren.

Separat ein Kompott zubereiten: In einem heißen Topf Rosinen in etwas Apfel- oder Aprikosensaft einige Minuten köcheln; voll-reife Pfirsiche oder anderes süßes Obst klein geschnitten dazugeben und erhitzen; über die auf dem Teller angerichtete Polenta geben; mit gerösteten Nüssen nach Belieben bestreuen.